Aktuelles

Chlorung des Trinkwassers

Mittwoch, 03. Juli 2019

Chlorung des Trinkwassers

Sehr geehrte Kunden,


nach intensiver Nachforschung mit Unterstützung von Experten des Technologie Zentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe, konnten wir in den letzten Wochen die möglichen Ursachen für die Verunreinigung unserer Wasserversorgungsanlage mit coliformen Bakterien eingrenzen.
Da der Monat Mai sehr regenreich und zusätzlich von Starkregenereignissen begleitet war und unsere Wasserversorgungsanlage nachweislich von der Wassergewinnung über die Wasserspeicherung bis zur Wasserverteilung von Bakterien befallen war, lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit rückwirkend feststellen, dass diese Verunreinigung ihren Ursprung an einem oder mehreren unserer Brunnen entlang des Neckarufers hatte.


Weiter lässt sich diese Verunreinigung anhand der vorliegenden Ergebnisse sehr wahrscheinlich auf eine Verschmutzung unserer Grundwässer durch eine Oberflächeneinwirkung zurückführen. Bei einer Begehung unserer Wasserschutzgebiete wurden mögliche Gefährdungsquellen identifiziert. Insbesondere die Nichteinhaltung von Wasserschutzgebietsauflagen zum Schutz unserer, bei Hochwasser teils nur wenige Meter unter der Erdoberfläche liegenden Grundwasserspiegel, war an mehreren Stellen teilweise feststellbar. Darüber hinaus konnten wir Hinterlassenschaften von Fußgängern, Hunden und Pferden innerhalb bzw. in unmittelbarer Nähe der äußerst sensiblen Wasserschutzzone I auffinden. Anhand der Topografie konnten Mulden in den Wasserschutzzonen I und II erkannt werden, in denen sich bei Starkregen oder Hochwasser große Pfützen mit stagnierendem Wasser bilden und die kurzzeitig von heimischen Wasservögeln besiedelt sind.


Als nächste Schritte werden wir nun unter behördlicher Aufsicht verschiedene Maßnahmen einleiten. U.a. werden wir die Chlorung im Wasserturm Bad Rappenau beenden und die Chlorung ausschließlich in unserer zentralen Aufbereitungsanlage, nachgeschaltet zu den Brunnenfeldern, fortführen. Die Chlorkonzentration reduzieren wir von derzeit 0,25 mg pro Liter auf 0,15 mg pro Liter, um weiterhin eine leicht desinfizierende Wirkung zu gewährleisten. Zum Schutz vor einem weiteren Befall der Wasserversorgungsanlage mit Bakterien wird diese Chlorung solange aufrechterhalten, bis an dieser Stelle eine UV-Desinfektionsanlage installiert ist. D.h. die bisherige chemische Desinfektion wird dann durch eine Desinfektion mittels UV-Licht abgelöst. Parallel hierzu werden wir zur weiteren Überwachung das Beprobungsintervall entsprechend verkürzen.


Zur Sensibilisierung der Bevölkerung werden wir in unmittelbarer Nähe der Brunnen Hinweisschilder anbringen und die Schutzzonen I unserer Brunnen vor Zutritt schützen. Weitere mittel- bis langfristige Maßnahmen sind die Wiederauffüllung von Mulden und Gespräche mit den umliegenden Grundstücksbesitzern sowie ggf. eine Aktualisierung der Schutzgebietsverordnungen. Als letzte Maßnahme lassen wir prüfen, inwiefern ein Einsatz von neuen Technologien zur Aufbereitung von Rohwässern zu einer Verbesserung in der Sicherstellung der Trinkwasserqualität beitragen kann.
Abschließend ist zu bemerken, dass es viele zunächst unbedeutende Ursachen haben kann, die sich dann unter Umständen gegenseitig so begünstigen, dass letztlich die Trinkwasserqualität beeinflusst werden kann. Wir bitten Sie daher als Kunden und Anwohner im Versorgungsgebiet von Mühlbach Wasser, uns beim Schutz unserer lokalen Trinkwasservorkommen behilflich zu sein. Gerne nehmen wir Ihre Unterstützung an, wenn Sie uns Auffälligkeiten, die Sie in Wasserschutzgebieten beobachten, telefonisch (07264 9176 -0) oder per E-Mail (info@mb-wasser.de) melden möchten.

 

Ihr Mühlbach Wasser

Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Mühlbach

Bad Rappenau, 03.07.2019

 

 

Öffentliche/ beschränkte Ausschreibung nach VOB

Freitag, 07. Juni 2019

Hier finden Sie unsere aktuellen Ausschreibungen:

Anzeigen

Chlorung des Trinkwassers

Mittwoch, 22. Mai 2019

Chlorung des Trinkwassers

Sehr geehrte Kunden,

 

aufgrund einer Verunreinigung mit coliformen Bakterien erfolgt derzeit vorsorglich eine Chlorung des Trinkwassers. Wir arbeiten mit Experten des Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe und in enger Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsämtern an der Ursachenforschung. Gemäß den aktuellen Erkenntnissen wird die Chlorung voraussichtlich bis Anfang Juli 2019 andauern. Die Chlorung erfolgt über zwei zentrale Wasserwerke. Dadurch sind in folgenden Orten geringe Chlorgehalte nachweisbar:

 

Helmhof

Untergimpern

Obergimpern

Wollenberg

Siegelsbach

Hüffenhardt

Kälbertshausen

Haßmersheim

Neckarmühlbach

Bad Rappenau

Zimmerhof

Heinsheim

Bonfeld

Fürfeld

Babstadt

Treschklingen

Grombach

Gemmingen

Stebbach

Offenau

Duttenberg

 

Die eingestellte Chlorkonzentration von weniger als 0,25 Milligramm pro Liter wird gemäß den Vorgaben der Trinkwasserverordnung regelmäßig überprüft. Eine sensorische Wahrnehmung des Chlors ist nicht auszuschließen. Bitte beachten Sie, dass mit Chlor versetztes Wasser für Aquarien ungeeignet ist.

Die Beendigung der Chlorung wird über unsere Homepage, auf den Websites und in den Amtsblättern der betroffenen Städte und Gemeinden sowie in der lokalen Presse bekannt gegeben.

 

Ihr Mühlbach Wasser

Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Mühlbach

Bad Rappenau, 11.06.2019